• Wir lieben, was wir tun!


    Berner Sennenhunde -
    mit ihnen leben, ... 


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    Berner Sennenhunde -
    ... sie züchten ...


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    Berner Sennenhunde -
    ... und fotografieren


Geburt und erste Woche

Mit Spannung haben wir dem ersten Wurf von Evi entgegen gefiebert. Sie ist meine erste Hündin, die nicht aus meiner Linie stammt und ich hatte gehofft, dass sie eine leichte Geburt haben wird.
Am 9. Juni war morgens die Temperatur auf 37 Grad gefallen. Dadurch war zu erwarten, dass der erste Welpe etwa 24 Stunden später geboren würde. In der Nacht habe ich kein Auge zugemacht, damit ich die Geburt des ersten Welpen nicht verpassen würde. Am 10. Juni war Evi getrieben von extremer Unruhe. Wir ließen sie gewähren und beobachteten sie aus der Ferne. Sichtlich war sie sehr gestresst. Als sie dann mit einem Schwall eine riesige Menge Wasser erbrach, haben wir unsere Tierärztin angerufen, doch in dem Moment setzten die Presswehen ein. Um 18.00 Uhr kam der erste Rüde sehr schwer und mit meiner Hilfe zur Welt. Bald darauf folgte eine Hündin um 18.24 Uhr, eine weitere um 19.07 Uhr und eine um 19.55 Uhr. Alle mit großer Kraftanstrengung von Evi und teils mit meiner Hilfe. Um 21.20 Uhr folgte ein weiterer Rüde und um 22.50 Uhr eine Hündin. Nach viel Anstrengung wurde um 2.16 Uhr noch ein Rüde geboren, der lange im Geburtskanal steckte und der Mühe hatte, zu atmen. Deshalb habe ich um 3.00 Uhr unserer Tierärztin angerufen, die mir Tipps gab, wie wir ihn mit Akkupunkturpunkten und Traubenzucker unterstützen können. Zudem haben wir ihn auf eine Wärmflasche gelegt. Nach und nach hat er sich erholt. während Evi erneut Presswehen bekam. Nummer 8 war unterwegs. Doch er kam und kam nicht. Evi presste und presste, aber der Welpe kam kein Stück weiter. Um 6.45 Uhr haben wir uns mit unserer Tierärztin in der Praxis getroffen. Ziel war es, den Welpen zu bekommen, ohne einen Kaiserschnitt machen zu müssen. Nach einer Stunde großer Anstrengung von Evi und unserer Tierärztin war er da. Ein riesiger toter Rüde, der die Vorderbeine nach hinten geklappt hatte und somit mit seiner Schulter den Geburtskanal blockierte. Nie hätte Evi ihn alleine gebären können.
Das war die schwerste Geburt, die ich erlebt habe. Evi war so tapfer, so stark. Sie hat mich unheimlich beeindruckt.
Ich weiß nicht, wie Evi und ich die Geburt überstanden hätten, wäre nicht meine Freundin Karin dabei gewesen und hätten wir nicht so eine tolle Tierärztin.
Für mich war diese schwere Geburt ein traumatisches Erlebnis und ich habe Evi versprochen, dass ich sie nie wieder in so eine Situation bringen werde.

Jetzt nach drei Tagen ist das Erlebte ein wenig verarbeitet und wir freuen uns daran, dass Evi eine hervorragende, instinktsichere Mama ist, die Welpen alle gesund und munter sind und gut zunehmen.

Die erste Woche lief dann harmonisch weiter. Evi hat ihre Welpen hervorragend versorgt. Zu schaffen macht uns allen die große Hitze. Die Welpen liegen kaum kontakt, weil ihnen warm ist. Und die arme Evi kann sich nicht an kühlerer Plätze zurückziehen. Wir versuchen, morgens soviel Kühle wie nur möglich herein zu lassen.

Die Welpen wiegen Ende der ersten Woche um die 900 Gramm und Evi hat großen Hunger.

Die Rüden

Die Hündinnen